Was man über Birmas wissen sollte

Über die wirkliche Geschichte und die Legende der heiligen Birma ist an vielen Stellen schon berichtet worden, das soll hier nicht im Mittelpunkt stehen. Viel wichtiger sind andere Dinge für die Anschaffung dieser wunderschönen Katzen:

 

Zweisamkeit statt Einsamkeit     

 

Heilige Birma Katzen sind sehr liebe- und schmusebedürftig. Dieses Wesensmerkmal lässt sie zu wahren Schmusetigern werden, neben dem zauberhaften Aussehen der Hauptgrund, warum sich viele  für diese Katzenrasse entscheiden.

Der Nachteil ist dabei jedoch, dass Birmakatzen in der Einzelhaltung oft unter Einsamkeit leiden, zumindest dann, wenn sie nicht dauerhaft mit ihren Menschen als Bezugspartnern zusammen sein können, weil diese z. B. arbeiten müssen. 

Wer sich also für eine dieser schönen Katzen entscheidet, sollte ihr einen Sozialpartner anbieten, wenn er nicht dauerhaft und immer an ihrer Seite sein kann. Dies könnte ein anderes Kätzchen oder auch ein Hund sein, wobei natürlich immer die Frage ist, ob dann die Chemie zwischen den beiden stimmt. Wer den Versuch scheut und auf Nummer sicher gehen will, schaut lieber gleich nach einem Geschwisterpärchen. Verantwortungsbewusste Züchter geben ihre Birmakatzen nicht in Einzelhaltung ab und wissen bestimmt eine Lösung, wie man dem Problem der Einzelhaltung begegnen kann. Fragen ist erlaubt. Das gilt auch, wenn die finanziellen Möglichkeiten den Erwerb von zwei Kätzchen auf einmal unmöglich erscheinen lassen. Kreative Lösungen können dann gefunden werden.

Ausstattung

Birmas brauchen - wie alle anderen Katzen auch - eine ganz normale Ausstattung in ihrem neuen Zuhause. Dazu gehören selbstverständlich Futter- und Wassernäpfe, eine Katzentoilette, die täglich gereinigt werden muss, Kuschel- und Schlafplätze, aber auch unbedingt Kratzbäume und Kratzbretter, damit klettern, springen und ihre Krallen pflegen kann, ohne die Möbel zu beschädigen.

Doch auch, wenn mehrer Kratzstellen zur Verfügung stehen, kann es sein, dass die Katzen dennoch das Kratzen an der Wand oder einem edlen Sofa ausprobieren wollen.  Wer das nicht ertragen kann, sollte sich kein lebendiges Kätzchen anschaffen. Dieses "probierende" Kratzen ist ganz normal und gehört zum Wesen der Katzen. Es lässt sich durch geeignete Ausstattung mit Kratzbäumen und permanente wachsame Erziehung eindämmen, aber eine Garantie für ein unbeschädigtes Wohnzimmer gibt es eben nicht. Doch wer will schon in einem "toten" Museum wohnen, wenn er auch in einem "lebendigen" Zoo wohnen könnte?

Auslauf

Natürlich wünscht man sich für jede Katze Auslauf in der freien Natur. Doch unsere Umwelt ist voller Gefahren. Die offensichtlichste geht selbstverständlich von Autos aus, an die unsere Birmas nicht gewöhnt sind und deren Gefahren sie nicht abschätzen können. Aber auch Krankheiten, die durch Ungeziefer übertragen werden, drohen in der freien Natur. Unsere Hauskatzen sind robust genug, sich dieser zu erwehren, aber den Birmas fehlt dazu das Training.

Doch selbst wenn man Birmas an Autos gewöhnt und abgehärtet hat für die freie Natur lauert da noch eine unkalkulierbar große Gefahr: der Mensch.

Gerade die wundervolle Zutraulichkeit unserer Birma-Katzen kann ihr zur größten Gefahr werden, wenn ein fremder Mensch sie und ihren Wert als Rassekatze entdeckt. Wer kann verhindern, dass ein fremder Mensch solch ein entzückendes Tierchen zur eigenen Freude einsteckt?

Aus diesen Gründen gibt jeder seriöse Züchter seine Kitten nur zu Menschen, die sie im Haus halten oder ihnen einen gesicherten Auslauf bieten können. 

Bewegungsdrang

Junge Birma-Katzen haben - wie alle jungen Tiere - immer das Bedürfnis zu spielen und ihre Welt zu entdecken. Da kann es passieren, dass sie in Sofalücken krabbeln, Wände hochklettern oder in irgendwelchen Räumen auf Entdeckungstour gehen. Damit ihnen dabei nichts passiert, darf es keine Gefahrenquellen im Haus geben, die ihnen gefährlich werden können. Also aufpassen, bei Balkonen, angekippten Fenstern usw. 

Schön ist es, wenn die Katzen Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten bekommen. Im Handel gibt es viele Spielzeuge für Katzen, oft reicht aber auch schon ein Wollknäul oder eine Murmel und die Katzen haben ihren Spaß.


Welche Kosten entstehen?

Wenn man anfängt, sich mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, eine Rassekatze anzuschaffen, tauchen sehr schnell sehr viele Fragen auf, die man versucht mit Hilfe des Internets zu beantworten.

 

Bevor man überhaupt zu der eigentlichen Frage, was für ein Kätzchen es denn sein soll, kommt, muss man für sich beantworten, ob man auf Dauer Zeit und Geld genug für das Tier aufbringen kann. Neben der Zeit, die das Tier täglich für sich beansprucht, entstehen auch Kosten in nicht unerheblichem Maß für die Grundausstattung (Katzenhöhle, Katzentoilette, Kratzbaum...), die laufenden Kosten (Futter, Streu für die Toilette, Floh- und Wurmkuren...) und manchmal auch den Tierarzt (Impfungen, Kastration...). Eine oder sogar zwei Katzen artgerecht und gesund zu halten ist oftmals ein kostenintensives Vergnügen. 

 

Sollte, die Entscheidung für ein Katze aber dennoch gefallen sein, gilt es natürlich erstmal herauszufinden, welche Rasse einem denn zusagt, welche Ansprüche diese an ihre "Dosenöffner" stellt und was man sich vom Aussehen und grundsätzlichen Verhalten selbst bei der Katze vorstellt und wünscht. Sind diese grundsätzlichen Fragen mithilfe von Ratgebern und Internet geklärt, machen sich die meisten dann auf die Suche nach Anbietern und Züchtern der Wunschrasse. Dabei findet man neben den einschlägigen Verkaufsplattformen diverser Kleinanzeigenanbieter, auf der sich vorallem Schwarzzüchter tummeln, die Katzen ohne Stammbaum anbieten (und die vielleicht der Rasse auch nur ähnlich sehen?), auch viele Vereine und Homepages von Züchtern, die diese Katzen seriös züchten.

 

Doch was soll eine Rassekatze mit Stammbaum von einem seriösen Züchter kosten. Auf den meisten Internetseiten wird dazu keine Auskunft gegeben mit dem Hinweis, dass der Verkauf nicht übers Internet erfolgt. Das ist auch völlig richtig so, denn jeder verantwortungsbewusste Züchter möchte die "neuen Eltern" seiner kleinen Schützlinge gerne in einem direkten Kontakt, wie er nur über Telefon und Besuche möglich ist, kennenlernen. Dennoch fragt sich ein Katzeninteressent natürlich schon im Vorfeld, vor der eigentlichen Kontaktaufnahme, was denn ein Kitten dieser Rasse wohl kosten wird.

 

Wichtig zu dem Thema ist zu wissen, dass Züchter zwischen Liebhabertieren und Zuchttieren unterscheiden. Üblicherweise werden Kitten als Liebhabertiere abgegeben, das bedeutet, dass der Käufer sich vertraglich verpflichtet, die Katze bzw. den Kater kastrieren zu lassen und keine Kitten mit ihr/ihm zu produzieren (Verhinderung von Schwarzzucht). Teilweise werden die Kitten auch schon kastriert abgegeben, um das zu gewährleisten. Das deutsche Tierschutzgesetzt verlangt übrigens von Katzenhaltern, das Katzen, die nicht zu Zuchtzwecken gehalten werden, kastriert werden müssen, da ihnen sonst kein artgerechtes Leben ermöglicht wird. Katzen und Kater leiden sehr unter ihren Sexualtrieben, wenn sie nie erfüllt werden, was sich bei Kätzinnen beispielsweise in Dauerrolligkeit und Gebärmutterentzündungen zeigen kann.

 

Sollte man jedoch ein Kätzchen kaufen wollen, mit dem man auch züchten darf, erhöht sich der Preis gegenüber einem Liebhabertier noch einmal um etwa 200,- Euro. Dafür darf und sollte man mit diesen Tieren auch züchten, am besten natürlich geschützt und unterstützt von einem guten Verein und vielleicht mit der Hilfe und den Ratschlägen erfahrener Züchter. Ein verantwortungsbewusster Züchter gibt selbstverständlich nur Kitten als mögliche Zuchttiere ab, die keinerlei körperlichen oder psychischen Auffälligkeiten in ihrem kurzen Leben gezeigt haben. So kann beispielsweise ein Kater nicht als Zuchttier abgegeben werden, wenn er nur einen Hoden hat, da das ein Zuchtausschlusskriterium ist, obwohl es einem Laien kaum auffällt und bei einem Liebhabertier, also einem kastrierten Kater keinerlei negative Auswirkungen hat.

 

Aber wie ist denn nun der Preis, den man für solch ein Liebhabertier zahlt? Mit 650,- Euro müssen Sie schon rechnen, es kann aber auch mehr sein (750,-€) falls das Kätzchen frühkastriert abgegeben wird (sie sparen dann natürlich selbst Zeit und Kosten fürs Impfen und tragen auch nicht das Operationsrisiko). Es kann aber auch durchaus vorkommen, das man ein Kätzchen etwas günstiger bekommt, falls es einen kleine oder größeren Schönheitsfehler mitbringt, darüber muss man dann aber mit dem jeweiligen Züchter sprechen. Die hier genannten Zahlen sind sowieso nur Richtwerte, die unerfahrenen Katzeninteressenten einen Anhaltspunkt geben sollen, in welchem Preissegment man sich bei der Anschaffung einer Birmakatze mit Stammbaum etwa bewegt. Alles weitere, wird Ihnen dann der Züchter Ihrer Wahl erklären, wenn sie mit ihm Kontakt aufnehmen.

So findet man uns

Wie der Name unserer Seite schon sagt, wohnen wir am Rande des schönen Wingster Waldes.
Die Wingst befindet sich in der Mitte des Landkreises Cuxhaven, der im Norden Niedersachsen zwischen Elb- und Wesermündung liegt.
Besuchen Sie uns und unsere kuscheligen Birmas ruhig in unserem Zuhause, aber bitte nur nach telefonischer Absprache.

Familie Appel, Zanderstieg 2, 21789 Wingst

ilona.appel@ewe.net

Tel: +49 47 78 - 88 88 98 

oder WhatsApp +49 176 - 24 83 26 94